Du kennst dich aus – mit Wirkstoffen, Wechselwirkungen und den Menschen, die beides verstehen müssen. Als Pharmazeutisch-Technische Assistentin bzw. Pharmazeutisch-Technischer Assistent, kurz PTA, bist du medizinische Fachkraft und erste Anlaufstelle für Gesundheits-Themen in einem.
Ausbildungsdauer:
2 Jahre Schule + 6 Monate Praktikum in einer Apotheke
Ausbildungsform:
Schulische Ausbildung mit anschließendem Anerkennungspraktikum
Studium/Weiterbildung möglich:
Nach Ausbildung – z.B. Pharmazie (ohne Abitur) und Pharmamanagement
Ausbildungsorte:
Berufsfachschulen für pharmazeutisch-technische Assistenz
Du berätst Menschen zu gesundheitlichen Fragen. Das können sein: Die Mutter, die nachts mit einem fiebernden Kind in die Apotheke kommt. Den Diabetiker, dem niemand erklärt hat, wie sein Insulin-Pen funktioniert. Den Menschen mit einer bevorstehenden Reise ins Ausland, der nicht weiß, was er in die Reiseapotheke packen soll. Du hörst zu, bewertest Situationen und findest Lösungen und Antworten – auf Basis echten Fachwissens.
Außerdem stellst du selbst Arzneimittel her, wenn es das Passende nicht fertig zu kaufen gibt.
Pharmazeutisch-Technische Assistentinnen und Assistenten sind die pharmazeutische Fachkompetenz im Alltag. Sie beraten zu verschreibungspflichtigen und rezeptfreien Arzneimitteln und erklären deren richtige Anwendung. Außerdem unterstützen sie die Kundinnen und Kunden der Apotheke mit leichten Erkrankungen bei der Auswahl des richtigen Mittels und helfen einzuschätzen, ob ein Arztbesuch notwendig ist. Zusätzlich informieren sie zur richtigen Anwendung von Medizinprodukten, wie z. B. Blutdruckmessgeräten, Spritzen oder Wundauflagen.
Darüber hinaus stellen sie individuelle Arzneimittel her: Zäpfchen, Cremes, Kapseln, Augentropfen oder Saft, maßgeschneidert für einzelne Patientinnen und Patienten. Die „Zutaten“ für diese Arzneimittel werden vorher durch die PTA aus Sicherheitsgründen intensiv geprüft.
Das sind deine Aufgaben
Hier kannst du arbeiten
Das solltest du mitbringen
Du willst loslegen? Hier findest du die passenden Schulen in deiner Umgebung!
Du möchtest dich beruflich neu orientieren?
Apothekerinnen und Apotheker haben ein Hochschulstudium und tragen die pharmazeutische Gesamtverantwortung. Pharmazeutisch-Technische Assistentinnen und Assistenten sind die ausgebildeten Fachkräfte, die den Apothekenalltag tragen – Beratung, Herstellung, Laborarbeiten. Beide Rollen ergänzen sich und arbeiten eng zusammen.
Mit allen Menschen, denn krank werden wir irgendwann alle einmal. Eltern mit kranken Kindern, Menschen mit chronischen Erkrankungen wie Diabetes oder Rheuma, erkältete Berufstätige vor wichtigen Terminen, Reisende mit Fragen zur Impfvorsorge, Schwangere und Stillende, oder auch trauernde Menschen, die plötzlich mit einer Vielzahl von Medikamenten umgehen müssen. Die Apotheke ist ein Ort, an dem das Leben in seiner ganzen Bandbreite ankommt.
Ja – das ist einer der überraschendsten Aspekte des Berufs. Wenn es für eine Person das passende Arzneimittel nicht gibt, dann wird es in der Apotheke ganz individuell hergestellt. Auch wenn z. B. fertige Fiebersäfte für Kinder nicht lieferbar sind, stellen Pharmazeutisch-Technische Assistentinnen und Assistenten sie selbst her.
Als Berufseinsteigerin oder Berufseinsteiger kannst du je nach Apotheke und Tarifvertrag mit ca. 2.646 – 2.820 EUR brutto im Monat rechnen. In Krankenhausapotheken oder der pharmazeutischen Industrie sind die Konditionen oft sogar noch besser.
Ja, denn Apotheken gibt es überall in Deutschland. Gut ausgebildete PTAs werden konstant gesucht – besonders in ländlichen Regionen, wo die Apotheke oft die erste medizinische Anlaufstelle ist.
Nutze dafür unseren Schul-finder! Einfach Postleitzahl eingeben und die passende Schule in deiner Nähe finden.
Während der zweijährigen schulischen Ausbildung gibt es in der Regel kein Gehalt. Schulgeld muss du aber auch nicht bezahlen. Zur Unterstützung kannst du Schüler-BAföG beantragen – das musst du nicht zurückzahlen. Im anschließenden sechsmonatigen Praktikum in der Apotheke bekommst du dann eine tarifliche Vergütung von aktuell 876 € brutto im Monat (Stand 2026).
Nein, Vorwissen ist keine Voraussetzung. Die Berufsfachschule vermittelt dir alle nötigen Grundlagen von Anfang an. Wichtiger als Vorkenntnisse ist echtes Interesse an Wirkstoffen, dem menschlichen Körper und daran, Menschen mit Fachwissen weiterzuhelfen.
Notdienste werden in der Regel von einer Apothekerin oder einem Apotheker übernommen. Nachts ist das eigentlich immer der Fall, da eine Person ausreicht und die Verantwortung bei der approbierten Fachkraft liegen muss. An Sonn- und Feiertagen kann es vorkommen, dass du als PTA zur Unterstützung mit dabei bist – aber niemals allein. Samstags haben Apotheken regulär geöffnet, dann gehört auch für dich als PTA die Arbeit am Vormittag oder Vormittag/Nachmittag dazu – wie lange genau, ist von Apotheke zu Apotheke unterschiedlich.
Ja! Gerade wer bereits Erfahrung im Gesundheits-, Chemie- oder Kundenkontakt-Bereich mitbringt, findet sich schnell zurecht. Voraussetzung bleibt der mittlere Bildungsabschluss – dein bisheriger Werdegang zählt als zusätzliche Stärke, nicht als Hindernis.