Diätassistentin und Diätassistent

Du weißt warum Ernährung in der Therapie und Prävention von Erkrankungen wichtig ist und kannst Menschen helfen Krankheitsrisiken zu reduzieren, Krankheitssymptome zu lindern, Krankheiten zu managen und die Lebensqualität zu verbessern.

Ausbildungsdauer:

3 Jahre

Ausbildungsform:

Schulische Ausbildung

Studium möglich:

Ja (Diätetik, dual oder additiv)

Ausbildungsorte:

Ausbildungszentrum für Ernährung und Diätetik

Du analysierst, was Menschen essen – und was sie essen sollten. Auf Basis ärztlicher Diagnosen und Befunde planst du die individuelle Ernährungstherapie. Du berätst Patientinnen und Patienten und deren Angehörige und begleitest sie dabei, ihre Ernährung dauerhaft umzustellen. Du beantwortest Fragen rund um das Thema Ernährung: Warum reagiert der Körper so? Was ist realistisch? Was schmeckt und ist dennoch für mich gesund? Wie reagiert ein Lebensmittel mit gewissen Medikamenten? Du arbeitest mit Lebensmitteln, mit Zahlen – und vor allem mit Menschen aller Altersklassen.

Gesundheit beginnt mit der Ernährung

Diätassistentinnen und Diätassistenten sind die einzigen staatlich regulierten und anerkannten Fachkräfte in der Ernährungstherapie – kein Vergleich zu Coaches oder Beraterinnen und Beratern ohne geregelten Abschluss. Diätassistentinnen und Diätassistenten arbeiten zum Beispiel mit Menschen mit Diabetes, Krebs- oder Nierenerkrankungen, Allergien, Nahrungsmittelunverträglichkeiten sowie Essstörungen und entwickeln Ernährungskonzepte, die wirklich zum Alltag passen.

Neben der Einzelberatung planen und berechnen sie Sonderkostformen in Kliniken und Pflegeeinrichtungen und schulen Teams im Umgang mit diätetischen Anforderungen. Ernährung und Therapie – das ist ihr Fachgebiet.

Das sind deine Aufgaben

  • Individuelle ernährungstherapeutische Beratungen
  • Ernährungsschulungen in Therapie und Prävention durchführen
  • Ernährungspläne erstellen und anpassen
  • Sonderkostformen für Einrichtungen berechnen und planen
  • In multiprofessionellen Teams arbeiten
  • Verpflegungsmanagement

Hier kannst du arbeiten

  • Ernährungsberatungspraxen
  • Krankenhäuser und Kliniken
  • Rehabilitationszentren
  • Pflegeeinrichtungen
  • Gesundheitszentren und Krankenkassen
  • Lebensmittelindustrie und Forschung

Das solltest du mitbringen

  • Mittlerer Bildungsabschluss
  • Interesse an Ernährung, Medizin und dem menschlichen Stoffwechsel
  • Freude daran, mit Menschen zu arbeiten
  • Sorgfalt und ein gutes Gefühl für Zahlen
  • Einfühlungsvermögen und Geduld

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Häufig gestellte Fragen

Du führst ernährungstherapeutische Maßnahmen auf Basis ärztlicher Diagnosen durch und begleitest Menschen bei konkreten Ernährungsumstellungen. Du arbeitest eng mit Ärztinnen und Ärzten zusammen. Du bist kein Coach, der Tipps postet – sondern eine staatlich anerkannte medizinische Fachkraft, die ernährungstherapeutisch arbeitet.

Als Einstiegsgehalt kannst du je nach Einrichtung und Tarif mit ca. 2.900 – 3.600 EUR brutto im Monat rechnen. In Kliniken mit Tarifvertrag oder in leitender Position ist mehr drin.

Die schulische Ausbildung zur Diätassistentin bzw. zum Diätassistenten dauert drei Jahre. Es gibt auch einen ausbildungsbegleitenden Studiengang in Diätetik sowie verkürzte Studiengänge in Diätetik nach der Ausbildung (additive Studiengänge). Außerdem werden diverse ernährungswissenschaftliche und oecotrophologische Bachelor- und Master-Studiengänge angeboten. Diese schließen jedoch ohne Berufszulassung in einem Heilberuf ab.

Die Ausbildung zur Diätassistentin bzw. zum Diätassistenten ist staatlich anerkannt mit geregeltem Abschluss in einem Heilberuf. Alles andere – egal ob Berater bzw. Beraterin oder Coach – sind keine geschützten Berufsbezeichnungen: so kann sich jeder nennen. Es gibt dafür keine staatlich anerkannte Ausbildung oder Prüfung. Der Unterschied ist die medizinische Kompetenz und die rechtliche Absicherung.

Ja. Ernährungsbedinge Erkrankungen nehmen zu. Gleichzeitig wächst das Bewusstsein dafür, welchen Einfluss Nahrung auf den Körper hat und dass Ernährung Teil der Therapie ist – nicht nur ein Lifestyle-Thema. Fachkräfte mit einem echten medizinischen Hintergrund werden entsprechend gesucht.

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